Mit Sophie durch Westirland
Donnerstag, 23. März 13.00 Uhr:
Meine erste Prüfung (soil mechanics) hier in Dublin ist Gott sei Dank vorbei. Muss zugeben, dass ich doch ganz schön nervös war. Wie in gewohnter Manier, habe ich mich mir mit dem Lernen bis zuletzt, bedingt auch durch die St. Patricks Feierlichkeiten, Zeit gelassen. Obwohl ich auch in Wien schon einige Prüfungen absolviert habe, ohne jemals in der Vorlesung gesessen zu sein, hatte ich hierbei doch ein wenig „Bammel“ was den Stoff vom ersten Semester betraf. In der Tat waren auch einige saugemeine Fragen dabei, die ich erstmal mit dem Wörterbuch entziffern hab müssen um dann festzustellen, dass das definitiv in keiner der Unterlagen behandelt wurde, die mir zur Verfügung standen. Anyway: positiv sollte sie sein. Wissen werde ich erst mit Sicherheit, wenn ich schon längst wieder in Wien bin. Hier oben haben sie nämlich ein sehr verrücktes System: bis mitte/ende Mai werden die Professoren (waren nämlich 2) die Prüfung korrigiert haben. Dann müssen sie allerdings warten bis ein unabhängiger „Kontrolleur“ vom englischen Bildungsministerium sich die Prüfungsfragen und einige Prüfungen stichartig durchgesehen hat und die Prüfung frei gibt! So was muss man sich einmal vorstellen. Irgendsoein Typ aus Berlin kommt nach Wien und überprüft ob wir eh einen gewissen Level erreichen! Verrückt! Feckin´ British! ;-)
Naja, zurück zum Thema. Danach begann der Stress (ja, so was gibt’s auch bei mir!), musste noch Wohnung putzen und Wäsche waschen und dann am Abend ging’s zum Flughafen um Sophie in Empfang zu nehmen. Somit begannen auch meine Ferien. Alle anderen hatten ja schon seit dem 10. März frei.
Da über das Wochenende auch mein Schwager Christian in Dublin sein konnte gab es gleich mal das mittlerweile für mich schon übliche Sightseeing- Programm:
Gregorianische Viertel -Stephens Green - Grafton Street - Oscar Wilde - Molly Malone - Trinity College - Dublin Castle - Christ Church - Temple Bar - Stiletto in the Ghetto…….
Auf unserer Tour trafen wir aufm Trinity-College-Rugby-Pitch Spieler nach einem, na sagen wir mal eher „dreckigem“ Spiel an.

Da wir uns, vor dem Regen Schutz suchend, in ein Kaffee verzogen, kamen wir leider zu spät um die Spieler in Action zu sehen. War sicherlich eine super Schlammschlacht! Bin mir sicher, dass es einigen von denen riesigen Spaß gemacht hat, sich mal 80 Minuten lang im Schlamm zu wälzen. Das Spielfeld hat natürlich dann auch dementsprechend ausgesehen. An ein normales Spiel in den nächsten Wochen/Monaten ist da sicherlich nicht zu denken.
Das Sightseeing Programm wurde auf 2 Tage aufgeteilt, da wir uns doch die eine oder andere Stunde in Christians Hotel an der Bar vertrieben. Dank an Christian und indirekt auch an Cooper Cameron für die edlen Pints of Guinness! Im Radisson wurde mir auch bewusst, dass ich schon einen sehr ausgeprägten Hang zur Dekadenz habe. Mal ein Wochenende in einem besseren Hotel abhängen hat schon was. Speziell wenn man von lauter Leuten umgeben ist, die meinen sich dem Anlass entsprechend besser kleiden zu müssen, man selber aber mit zerschlissenen Alltagsklamotten rumläuft. Kann sehr amüsant sein! ;-)
Abends ging’s dann aber natürlich doch auch in die Temple bar - Temple Bar (der Dublin Kenner wird wissen was damit gemeint ist) und in ein, bis dato mir unbekanntes, sehr, sehr nettes Pub mit Innenhof. Bis zu diesem Wochenende habe ich übrigens nicht gewusst, dass es in Dublin Guinness auch in half-pints gibt! ;-)

Christian, Sophie und Meinereiner (noch mit langen Haaren) im O´Donoghue´s
Christian flog am Sonntag dann wieder weiter nach Deutschland.
Sophie und ich machten sonntags einen kleinen "Strandspaziergang". Unter Anführungszeichen deshalb, da man hier nur bedingt von Strand sprechen kann. Sand gibt es zwar aber das Wasser ist 200 Meter entfernt. Allerdings liebe ich es Fotos vom markantesten Dubliner Kraftwerk zu machen. Es ist nämlich, am Ende des Dubliner Hafens gelegen, ein sehr guter Orientierungspunkt, falls man sich mal nicht mehr sicher ist, wo man sich gerade befindet. Das soll ja auch nach mittlerweile schon 3 Monaten hier in Dublin vorkommen, manchmal halt.
Montags, wieder nach einem ausgiebigen Frühstück (normalerweise beschränkt sich mein Frühstück hier ja auf einen Take-away coffee), stand dann ein Besuch meiner Universität, die ja zur Hälfte die National Concert Hall beherbergt oder auch umgekehrt, und des Guinness Storehouses auf dem Programm. War schon mein 3. Besuch in diesem Gebäude. Habe mir aber vorgenommen nur noch maximal einmal hinzugehen. Denn mittlerweile habe ich wirklich schon jedes Eck darin erkundschaftet und jede Schautafel mindestens 1 Mal gelesen. An diesem Tag war früh schlafen gehen angesagt, musste ja frisch und munter für Irlands Straßen sein.
Dienstag, beim Autoverleih. Alles fing klassisch an: Das gebuchte Auto steht nicht zur Verfügung deswegen erhält man ein Upgrade - kostenlos. Was sich allerdings als nicht ganz richtig herausstellte, da uns doch ein Aufschlag von ~2€ verrechnet wurde. Dennoch muss man sagen, dass es sehr billig ist, sich ein Auto zu leihen. Ca. 22€/Tag mit der normalen Versicherung ist wirklich fast schon geschenkt. Aus Angst, mit dem Linksfahren nicht ganz zurechtzukommen, verlangte ich aber nach einer Zusatzversicherung (mit dem Gedanken spielend, das Auto in den Straßengraben zu setzen und dann beim Verleih 100€ auf den Tisch zu legen und noch einen schönen Tag zu wünschen), die dann zusätzlich 11€/Tag kostete. Alles unterschrieben, sich im Auto sitzend noch mal alles Gute wünschend, gings dann los Richtung Westen oder besser gesagt zuerst mal aus Dublin raus. Waren die ersten Meter noch davon geprägt, ein Gefühl für den Abstand nach links zu erhalten, war schnell klar: alles easy und generell gilt in Dublin City "nix scheiß´n".
Unser erstes Ziel, County Galway, ansteuernd, war ich ziemlich überrascht über die Qualität der Hauptstraßen Irlands. Für einige Kilometer gab es sogar eine Autobahn. Dank hierbei an die EU, die ja in Irland so gut wie alle Infrastrukturprojekte finanziert hat und auch noch weiterhin tut. In diesem Zusammenhang fällt mir gerade wieder eine Schlagzeile auf orf.at ein: "Österreich erhält weniger Geld von EU zurück". Da mir vorkommt, diese Schlagzeile im Halbjahresrythmus zu lesen, frage ich mich ob Österreich überhaupt irgendwas finanziert bekommt. Naja, eh egal, ich bin ja zur Zeit in Irland und da wird wirklich wie wild gebaut. Aber fair-play zu den Iren: Sie weisen ständig darauf hin, dass dieses Projekt von der EU subfinanziert wurde.
Galway nur passierend, fuhren wir entlang der nördlichen Küstenstraße der Galway Bay weiter gen Westen. In Spiddal machten wir mal länger halt um zum Meer zu gehen und Atlantikluft zu schnuppern.

Danach gings, immer der Küstenstraße entlang, weiter, frei nach dem Motto: "Der Weg ist das Ziel". Die Gegend westlich von Galway wird auch Connemara genannt und zählt zu den schönsten Gegenden Irlands. Schöne grüne Wiesen wechseln sich hier im Kilometerrythmus mit kargen, von Steinen übersäten Regionen ab. Der Grund, warum manche Gegenden nur aus Steinen bestehen, ist Folgender: Vor tausenden von Jahren war Irland noch von Pinien und Eschen übersät. Durch die Rodung der Bäume und die danach anschließende extensive Nutzung als Weideflächen der ersten Besiedler, erotierte der Torf, bedingt durch die hier zeitweise sehr unwirtlichen Wetterbedingungen, und übrig blieben nur mehr Steine. Auch ist bzw. war diese Gegend für die Gewinnung von Torf bekannt. Mir ist bis jetzt allerdings noch nicht klar für was man Torf braucht, außer natürlich für die Blumenkisten.
Ich in einer, dieser Steinwüsten, vor unserem "blauen Flitzer" (übrigens ein Chevrolet):

In Connemara wird auch vorwiegend noch Irisch gesprochen und alle Straßenschilder sind in erster Linie auch in Irisch gehalten. Mit der Zeit wurde es auch immer schwieriger den richtigen Weg zu finden, da wir uns nicht mehr auf der Hauptstraße befanden und die Beschilderung hier den üblichen ruralen Sitten entspricht. Man sieht ein Schild: Glinsk 5km, nur um nach 5 km in einer Stadt zu sein, die nicht Glinsk heißt, und dort an einer 5-armigen Kreuzung endet, an der das Schild mit der Aufschrift: Glinsk 19 km, am Boden liegt.
Ein wenig planlos umherkurvend, waren wir auf einmal direkt am Meer nicht unweit von Slyne Head.

Typisch für diese Gegend sind die unzähligen Steinmauern, die jedes kleine Grundstück umschließen.
Die Leute haben einfach all die Steine, die hier überall rumliegen, zum Bau, schon vor Jahrhunderten, benützt um einen halbwegs nutzbaren Acker oder Weidefläche zu erhalten. Das ganze sieht irgendwie wie eine nicht enden wollende Befestigung aus. Wären die Grundstücke größer, dann würden die Begrenzungsmauern wohl 4 Meter hoch sein.
Nachdem wir wieder ein wenig Meerluft geschnuppert und wegen des strengen Windes gefroren haben, versuchten wir wieder eine Straße zu finden, die uns zu unseren ersten Checkpoint bringen sollte. Clifden, hieß dieser erste Checkpoint und ist mit seinen rund 2000 Einwohnern so etwas wie die Hauptstadt von Connemara. Es ist ein kleines, nettes Städtchen, am Ende der Clifdon Bay gelegen.

Im Norden und Nordosten sind bereits die "Berge" und eher öd aussehenden, dennoch beeindruckenden Täler Connemaras zu sehen und im Süden bzw. Südwesten eine sehr schöne Gegend mit grünen Feldern und tollen Aussichtspunkten.
Bekannt wurde Clifden, als die beiden Flugpioniere John Alcock und Arthur Brown nach ihrem historischen ersten Transatlantikflug im Jahre 1919 rund 6 km südlich von Clifden in einem Sumpf landeten. Dieser erste Flug über den Atlantik startete in Neufundland, Kanada, und endete eben 2000 km später hier in Clifden. Unvorstellbar für die heutige Zeit, dass einer der Beiden 4 mal während des Fluges auf die Tragflächen klettern musste um die Motoren zu enteisen. Verrückte Kerle waren sie ja schon. So ein Abenteurer bin ich zugegebenermaßen ja doch nicht. Wie schon erwähnt bevorzuge ich es, mich in einem Nobelhotel bedienen zu lassen! ;-)
In Clifden angekommen buchten wir uns gleich im ersten B&B an der Hauptstraße ein, das zugleich so was wie ein B&B, Restaurant und Pub in einem war. Im James Joyce Zimmer einquartiert, gingen wir gleich mal auf ein Pint Guinness ins inkludierte Pub. Der wirklich sehr nette Kellner (seither von uns Mr. Clifden genannt), servierte uns die Pints mit einem, in den Schaum geritzten, S für Slainte! Volle witzig. Da wir außerhalb der Saison reisten, waren wir so gut wie die einzigen Touris in der Stadt. Er wollte gleich mal wissen wo wir her waren und was wir so gesehen haben. Erzählte uns dann von all seinen Reisen, seinem Sohn, etc. War wirklich sehr nett.
Nach einem kleinen nächtlichen Stadtspaziergang und Einkehr in ein hiesiges Pub, gings dann früh zu Bett, da das Autofahren doch ein wenig müde machte. Außerdem war die Vorfreude auf das erse typische Irish-Breakfast bei mir schon ziemlich groß!
Gestärkt durch Spiegelei, Speck und Würstel ( Käse und Tomaten für Masochisten) gings am nächsten Morgen, nach Empfehlungen unseres Mr. Clifden, zunächst entlang der Clifden Sky-Road,

weiter in Richtung Letterfrack und zum Connemara National Park. Rund 2000 Hektar groß, inkludiert der Park ein paar Gipfel der Gebirgskette Twelve Bens, einen davon, den Benbaun (~450 m, o.k. Seth, ich weiß für dich hört sich das jetzt lächerlich an, aber für uns hat es schon gereicht) nahmen wir dann auch, nach einer minder interessanten Audio-Visual Tour über den Park, in Angriff.

Überhaupt ist es bemerkenswert wie viel Wert der hiesige Tourismus auf Audio-Visual Tours legt. So gut wie überall kann man solche antreffen. Es war auf alle Fälle eine sehr nette Wanderung auf den Gipfel, von den man dann auch eine tolle Rundumaussicht hatte.

Nach einer Stärkung im Parkcafe fuhren wir dann weiter in Richtung Osten, nach Leenane. Die Straßen führen dort durchs Gebirge und rundherum nur Steine, Steine und Steine und mancherorts auch durch torfiges Gebiet, in dem noch immer abgebaut wird. In Leenane angekommen mussten wir allerdings feststellen, dass die weitere geplante Route nicht befahrbar ist, da die Straße gerade erneuert wird. Somit gings den Weg nach Letterfrack wieder zurück und von dort weiter Richtung Süden um unserem nächsten Ziel, den Burren, näher zu kommen. Natürlich begegnen einem auf den Straßen auch alle paar Kilometer Schafe. Was in Australien die Känguruhs sind, sind hier die Schafe. Imposant mit welcher Ruhe sie sich auf der Straße bewegen, obwohl die Einheimischen mit rund 100 km/h durch die Gegend brettern. Dies auf Straßen die mir mit 70 km/h schon schwer befahrbar erschienen.

Schlussendlich wieder auf die Hauptstraße nach Galway zurückgefunden, fuhren wir diesmal via Maam Cross, wo wir uns auf einem Parkplatz den Wanst voll schlugen, entlang des Sees Lough Corrib durch das Hinterland des Countys Galway. Wieder fuhren wir nur an Galway vorbei, ich werde ja das Osterwochenende in Galway verbringen, um unseren 2. Checkpoint, Ballyvaughan (keine Ahnung wie man das richtig ausspricht) zu erreichen. Die Galway Bay diesmal zu unserer rechten Seite, fuhren wir begleitet von einem heftigen Gewitter, das die Straßen in Seen verwandelte, unserem zweiten Quartier entgegen. Ballyvaughan, auch ein kleines 2500 Einwohnerstädtchen, liegt am nördlichen Ende der Kalksteinhügel der Burren, direkt an der Galway Bay.
Die Burren sind das größte Kalkstein- oder auch Karstgebiet der britischen Inseln und somit auch mit Fels und Stein zugepflastert. Habe ich noch in Connemara gedacht, was soll man mit Feldern mit so vielen Steinen anfangen, so ist die Gegend hier schier unfassbar. Nur an einigen höher gelegenen Stellen ist der Kalkstein von Erde bedeckt, ansonsten nur blanker Fels. Aber die Stellen, die von Erde bedeckt sind haben einen sehr großen Nährstoffgehalt und bedingt durch das hier vorherrschende Antlantikklima befinden sich hier allerlei Arten von Pflanzen. Sogar Orchideen sollen hier wachsen. Ich habe allerdings keine gesehen.
Uns wieder ein B&B direkt am Hauptplatz aussuchend (wiederrum mit Pub im Erdgeschoß), war allerdings erstmal entspannen angesagt. Die Autofahrerei und Wanderei den ganzen lieben Tag lang war doch ein wenig anstrengend. Entschied mich diesen Abend, trotz der Verlockung an einem traditionellen Irish dance (Ceili in irisch) teilzunehmen lieber für die Badewanne, mit einem Guinness natürlich!
Jeder Tag ohne Guinness soll ja ein verschwendeter Tag sein! ;-)
Am nächsten Tag, wiederrum nach einem Full-irish-breakfast, gings ins Zentrum der Burren, um einige altertümliche Relikte zu bewundern. Da wäre zum Beispiel der Poulnabrone Dolmen.
Ebenso wie der Dolmen in Carlow wurde er vor rund 4000 bis 5000 Jahren als Begräbnisstätte gebaut. Angeblich soll er der meistfotografierte Dolmen Irlands sein, obwohl um einiges kleiner als der Dolmen in Carlow. Allerdings ist er durch seine fragile Erscheinungsform um einiges interessanter. Da haben die alten Kelten sicherlich eine Zeit lang experimentiert, bis sie herausgefunden haben, in wieweit sie die Dicke des Decksteins reduzieren können, ohne dass der Stein bricht. So wie der Boden rund um den Dolmen aussieht, sieht es hier übrigens fast überall aus.

Leider hat uns an diesem Tag das Wetter ziemlich im Stich gelassen oder sagen wir besser so: An diesem Tag hat typisch irisches Wetter geherrscht. Das heißt Regenjacke ist immer zu tragen, auch wenn für ein paar Sekunden vielleicht mal die Sonne rausblitzt.
Ich wollte dann noch unbedingt ein altes Ringfort anschauen. Haben es aber leider nie gefunden. In typisch irischer Weise ist im Hinterland alles screwed up. Nach rund 1 1/2 Stunden verzweifelter Suche gaben wir schlussendlich auf und fuhren westwärts zur Atlantikküste.
Auf dem Weg dorthin passierten wir das alte Leamanegh Castle. Der Zutritt war allerdings nicht erlaubt, so bleibt dieses Relikt früherer Zeiten fest in der Hand all der Vögel, die es bevölkern.

Bevor wir den Cliffs of Moher einen Besuch abstatteten, fuhren wir noch in das kleine Dörfchen Doolin, direkt am Atlantik gelegen. Bekannt ist diese Stadt für ihre gigantischen Unterwasserhöhlen "Green Holes of Doolin", die von erfahrenen Höhlentauchern auch besucht werden können. Nach einem kleinen Spaziergang zum Hafen, fuhren wir dann zu den Cliffs of Moher, die wir vom Dooliner Hafen aus schon in einiger Entfernung sehen konnten.


Die Cliffs of Moher, bis zu 203 Meter hoch, fallen senkrecht zum Atlantik hin ab und an einem schönen Tag soll die Aussicht hier einfach gigantisch sein. Naja, kann schon sein. Da zur Zeit gerade auf Hochdruck an einem neuen Besucherzentrum gebaut wird, ist der Zugang zu den "Aussichtsplattformen", versperrt gewesen. Früher konnte man sich nämlich auf den Boden legen (Boden legen deswegen, damit einen der Wind nicht über die Klippen weht), und bis zur Kante nach vor kriechen und die 200 Meter in die Tiefe schauen. Wir mussten uns also darauf beschränken, an den zugänglichen Kanten so weit wie möglich nach vorne zu gehen und in die Umgebung zu starren. Überhaupt war dieser Ort von Touristen total zugepflastert. Ist halt einer DER Sehenswürdigkeiten Irlands. Ich würde empfehlen erst 2007 wieder hierherzukommen, dann sollte nämlich das Besucherzentrum fertig sein und die Klippen sind dann hoffentlich wieder voll zugänglich.
Um mir selber über die kleine Enttäuschung hinwegzuhelfen, kaufte ich mir im dortigen Souvenirshop eine CD mit den besten Bands Irlands, um auf der weiteren Autofahrt endlich auch mal Musik hören zu können. Denn das irische Radio ist den ganzen Tag nur von Phone-Ins geprägt. Die ganze Zeit wird nur über irgendein Problem oder irgendein Wehwechen von Irgendjemanden getratscht. Dazwischen gibt es Nachrichten und neueste Fußballmeldungen. Nach 2 Tagen Autofahrt wirklich schon nicht mehr auszuhalten. Zum Sound von den Stiff Little Fingers, Sinead O`Connor, U2, The Chieftains, The Cranberries, etc. gings dann via Ennis und Limerick weiter in das County Kerry.
Zuerst, der südlichen Küste des Shannon Rivers entlang gen Westen, erreichten wir später Listowel im Landesinneren und schlussendlich unseren 3. Checkpoint Tralee am nordöstlichen Ende der Dingle Peninsula.
Tralee, eine doch für irische Verhältnisse recht große Stadt, ~22000 Einwohner, ist eine sehr irische Stadt. Das Stadtbild ist recht schön und es herrscht eine richtig irische Atmosphäre. Wieder fanden wir ein B&B (diesmal allerdings in einem ein wenig desolaten Zustand) im Stadtzentrum und wieder über einem feinen Pub, in dem es am Abend dann auch Live Musik zu hören gab. In diesem konsumierten wir, nach einem typisch irischen Essen, Chicken Szechuan ;-) , auch noch ein feines Pint Guinness.
Am nächsten Morgen, erraten, wieder nach einem ordentlich deftigen Frühstück, diesmal sogar mit Black Pudding (eine Art von Blutwurst und was sonst noch so alles an Abfall anfällt), den ich aber nach einem Versuch doch lieber übrig ließ, gings weiter nach Dingle.
Zuerst der Nordküste der Dingle Halbinsel entlang, fuhren wir über den Connor Pass, der auf einer Höhe von ~800 Metern liegt. Wie schon tags zuvor, war auch heute das Wetter nicht für gigantische Aussichten geeignet. Um genau zu sein hat es den Großteil des Vormittags nur geregnet. So kamen wir zwar in den Genuss über eine sehr, sehr, sehr enge Passstraße zu fahren aber an eine tolle Aussicht war in den Wolken nicht zu denken.
Gegen Mittag erreichten wir dann Dingle, im Südwesten der Dingle Peninsula gelegen.

In Dingle machten wir dann einen kleinen Hafenspaziergang und natürlich muss hier auch die Geschichte des Delphins Fungie erzählt werden.

1984 tauchte zum ersten Mal dieser Delphin vor der Küste Dingles auf und spielte mit den dort arbeitenden Fischern. Er sprang sogar über kleinere Boote. Schon rasch wurde er irlandweit bekannt und mittlerweile ist er auch die Touristenattraktion schlechthin. Man kann nämlich organisierte Bootstouren unternehmen und mit ziemlicher Sicherheit wird dieser Delphin dann auch auftauchen. Legenden erzählen, dass niemand der Fischer auf die Idee kam organisierte Bootstouren zu veranstalten, bis ein Ami einem Fischer Geld anbot um ihm den Delphin zu zeigen....
Ich denke mir, dass dies ein sehr einsamer Delphin sein muss, denn normalerweise leben sie doch in Rudeln aber der hier wurde immer nur allein gesehen. Niemand weiß warum sich dieser hierher verirrte. Gott steh Dingle bei, wenn der Delphin beschließt weiterzuschwimmen oder stirbt. Dann muss das dortige Tourismusbüro schnell einen Ersatz suchen, der diese blöden Spiele auch mitmachen will.
Anyway: was braucht man um Touristen ins Land zu locken? Schöne Landschaft, historische Gebäude, besondere Kultur oder halt einfach einen verdammten Delphin. Obwohl zugegeben: Irland kann die 3 vorher erwähnten Dinge auch bieten.
Da wir das Auto um 18.00 Uhr zurückgeben mussten, wurde es für uns Zeit, sich auf den Rückweg nach Dublin zu begeben. Aufgrund des sehr regnerischen Wetters sahen wir auf dem Rückweg unzählige schöne Regenbögen, die sich quer durch die Landschaft spannten.
Nach 1300 Kilometern in 4 Tagen durch den Westen Irlands erreichten wir so gegen 16.00 Uhr Dublin, nur um für weitere 3 Kilometer 2 Stunden in einem Stau zu stehen. Dabei kam mir der Spruch vom Knoflacher in den Sinn:
Ich stehe nicht im Stau, sondern ich bin der Stau! Schon komisch an was man sich in den unmöglichsten Situationen erinnert. Na auf alle Fälle wurde uns klar, dass wir es nicht rechtzeitig zurück schaffen werden und so telefonierte ich mit dem car rental um nachzufragen, bis wann ich das Auto spätestens zurückgeben kann.
Gnädigerweise gestatteten sie uns 15 Minuten. Mittlerweile dem Stau entronnen, versuchte ich mit meinen Dublinkenntnissen zu überlegen, welcher wohl der schnellste Weg sein könnte. Auf der, zugegebenermaßen rasanten Fahrt durch Dublin wurde Sophie und mir auch klar was U2 mit dem Song: "Where the streets have no name" meinten - Dublin!
Wenn man nämlich versucht, sich mit einer Straßenkarte zurechtzufinden und nebenbei noch jedes Tempolimit überschreitet, ist es fast unmöglich irgendeinen Straßennamen zu erkennen, da fast keine Staßenschilder aufgestellt sind. Auf alle Fälle sind wir dann so gegen 20 nach 6 im wahrsten Sinne des Wortes zum Autoverleih hingekracht und seitdem habe ich mich selber zum verkehrsgeprüften Linksfahrer ernannt.
Froh, den Bus zurück zum Campus nehmen zu können war am Abend dann relaxen, mit einem Guinness ;-), angesagt.
Samstags besuchten wir zuerst Dun Laoghaire im Süden Dublins und spazierten dort auf einem der Pier. Als wir ganz draußen waren, erreichte gerade eine Fähre von Holyhead, in Wales, den Hafen.

Da auf den Piers immer Leute sitzen und aufs Meer starren, kamen wir dazu beobachten zu können, wie eine Frau durch die vom Schiff verursachten Wellen klatschnass wurde. Mit Glück konnte sie verhindern, dass ihre Handtasche im Meer verschwand. Da konnte man wieder sehen, welche Gewalt hinter Wassermassen steckt. Da sie es zum Glück mit Humor nahm, war die ganze Sache nicht allzu ernst.
Am Abend trafen wir uns mit Mickael, einem Franzosen und Hobbyrugbyspieler, der leider Dublin mittlerweile schon verlassen hat, um mit ihm und ein paar seiner Freunde, Rugby, im heiligen und für die Iren sehr wichtigen Stadion Landsdowne Road, zu schauen. Das Stadion soll im September einem Neubau weichen.

Es war sowas wie ein Champions League Viertelfinale im Fussball. Munster Rugby, ein Rugby Team aus dem Südwesten Irlands gegen Perpignan, ein Team aus Südfrankreich. Da war schon eine super Atmosphäre im Stadion. Nur leider wurden wir beim Betreten von Mickael und seiner Gruppe getrennt, somit hatte ich wieder Keinen, der mir alle Regeln ausführlich erklären konnte. Da es, typisch irisch, alle Heiligenzeiten einmal einen Regenschauer gab, konnten wir einen Regenbogen sehen, dessen ein Ende im Stadion war - volle geil!

Tja, schlussendlich gewannen die Iren und die Franzosen hatten in der 2. Halbzeit nicht wirklich eine Chance. Es war auf alle Fälle ein tolles Spiel mit etlichen Raufereien und Ausschlüssen. Ein wahnsinn war aber vor allem, dass bei einem Penaltykick nahezu das ganze Stadion mucksmäusestill ist. Irgendwie unheimlich, aber ein irrsinniges Erlebnis.
Hier das irische Team:

Somit ging auch der Besuch von Sophie zu Ende, da sie am nächsten Morgen einen sehr frühen Flug (7.30 Uhr) nehmen musste. Ich werde Dublin am 31. Mai übrigens auch um diese Zeit verlassen. Gesehen haben wir in diesen 10 Tagen wirklich eine Menge und wir hatten wirklich eine tolle Zeit zusammen.
Dennoch freue ich mich jetzt schon auf den nächsten Ausflug nach Galway mit Andi+Claudia (C&A) am kommenden Wochenende.
Somit möchte ich den längsten Bericht, den ich jemals geschrieben habe (weiß nicht ob eine Deutschschularbeit von mir jemals so lange war, sicherlich aber mit weniger Fehlern) auch zu Ende bringen und ich werde definitiv nie mehr wieder so viel schreiben!
slainte, Luggi
Meine erste Prüfung (soil mechanics) hier in Dublin ist Gott sei Dank vorbei. Muss zugeben, dass ich doch ganz schön nervös war. Wie in gewohnter Manier, habe ich mich mir mit dem Lernen bis zuletzt, bedingt auch durch die St. Patricks Feierlichkeiten, Zeit gelassen. Obwohl ich auch in Wien schon einige Prüfungen absolviert habe, ohne jemals in der Vorlesung gesessen zu sein, hatte ich hierbei doch ein wenig „Bammel“ was den Stoff vom ersten Semester betraf. In der Tat waren auch einige saugemeine Fragen dabei, die ich erstmal mit dem Wörterbuch entziffern hab müssen um dann festzustellen, dass das definitiv in keiner der Unterlagen behandelt wurde, die mir zur Verfügung standen. Anyway: positiv sollte sie sein. Wissen werde ich erst mit Sicherheit, wenn ich schon längst wieder in Wien bin. Hier oben haben sie nämlich ein sehr verrücktes System: bis mitte/ende Mai werden die Professoren (waren nämlich 2) die Prüfung korrigiert haben. Dann müssen sie allerdings warten bis ein unabhängiger „Kontrolleur“ vom englischen Bildungsministerium sich die Prüfungsfragen und einige Prüfungen stichartig durchgesehen hat und die Prüfung frei gibt! So was muss man sich einmal vorstellen. Irgendsoein Typ aus Berlin kommt nach Wien und überprüft ob wir eh einen gewissen Level erreichen! Verrückt! Feckin´ British! ;-)
Naja, zurück zum Thema. Danach begann der Stress (ja, so was gibt’s auch bei mir!), musste noch Wohnung putzen und Wäsche waschen und dann am Abend ging’s zum Flughafen um Sophie in Empfang zu nehmen. Somit begannen auch meine Ferien. Alle anderen hatten ja schon seit dem 10. März frei.
Da über das Wochenende auch mein Schwager Christian in Dublin sein konnte gab es gleich mal das mittlerweile für mich schon übliche Sightseeing- Programm:
Gregorianische Viertel -Stephens Green - Grafton Street - Oscar Wilde - Molly Malone - Trinity College - Dublin Castle - Christ Church - Temple Bar - Stiletto in the Ghetto…….
Auf unserer Tour trafen wir aufm Trinity-College-Rugby-Pitch Spieler nach einem, na sagen wir mal eher „dreckigem“ Spiel an.

Da wir uns, vor dem Regen Schutz suchend, in ein Kaffee verzogen, kamen wir leider zu spät um die Spieler in Action zu sehen. War sicherlich eine super Schlammschlacht! Bin mir sicher, dass es einigen von denen riesigen Spaß gemacht hat, sich mal 80 Minuten lang im Schlamm zu wälzen. Das Spielfeld hat natürlich dann auch dementsprechend ausgesehen. An ein normales Spiel in den nächsten Wochen/Monaten ist da sicherlich nicht zu denken.
Das Sightseeing Programm wurde auf 2 Tage aufgeteilt, da wir uns doch die eine oder andere Stunde in Christians Hotel an der Bar vertrieben. Dank an Christian und indirekt auch an Cooper Cameron für die edlen Pints of Guinness! Im Radisson wurde mir auch bewusst, dass ich schon einen sehr ausgeprägten Hang zur Dekadenz habe. Mal ein Wochenende in einem besseren Hotel abhängen hat schon was. Speziell wenn man von lauter Leuten umgeben ist, die meinen sich dem Anlass entsprechend besser kleiden zu müssen, man selber aber mit zerschlissenen Alltagsklamotten rumläuft. Kann sehr amüsant sein! ;-)
Abends ging’s dann aber natürlich doch auch in die Temple bar - Temple Bar (der Dublin Kenner wird wissen was damit gemeint ist) und in ein, bis dato mir unbekanntes, sehr, sehr nettes Pub mit Innenhof. Bis zu diesem Wochenende habe ich übrigens nicht gewusst, dass es in Dublin Guinness auch in half-pints gibt! ;-)

Christian, Sophie und Meinereiner (noch mit langen Haaren) im O´Donoghue´s
Christian flog am Sonntag dann wieder weiter nach Deutschland.

Montags, wieder nach einem ausgiebigen Frühstück (normalerweise beschränkt sich mein Frühstück hier ja auf einen Take-away coffee), stand dann ein Besuch meiner Universität, die ja zur Hälfte die National Concert Hall beherbergt oder auch umgekehrt, und des Guinness Storehouses auf dem Programm. War schon mein 3. Besuch in diesem Gebäude. Habe mir aber vorgenommen nur noch maximal einmal hinzugehen. Denn mittlerweile habe ich wirklich schon jedes Eck darin erkundschaftet und jede Schautafel mindestens 1 Mal gelesen. An diesem Tag war früh schlafen gehen angesagt, musste ja frisch und munter für Irlands Straßen sein.
Dienstag, beim Autoverleih. Alles fing klassisch an: Das gebuchte Auto steht nicht zur Verfügung deswegen erhält man ein Upgrade - kostenlos. Was sich allerdings als nicht ganz richtig herausstellte, da uns doch ein Aufschlag von ~2€ verrechnet wurde. Dennoch muss man sagen, dass es sehr billig ist, sich ein Auto zu leihen. Ca. 22€/Tag mit der normalen Versicherung ist wirklich fast schon geschenkt. Aus Angst, mit dem Linksfahren nicht ganz zurechtzukommen, verlangte ich aber nach einer Zusatzversicherung (mit dem Gedanken spielend, das Auto in den Straßengraben zu setzen und dann beim Verleih 100€ auf den Tisch zu legen und noch einen schönen Tag zu wünschen), die dann zusätzlich 11€/Tag kostete. Alles unterschrieben, sich im Auto sitzend noch mal alles Gute wünschend, gings dann los Richtung Westen oder besser gesagt zuerst mal aus Dublin raus. Waren die ersten Meter noch davon geprägt, ein Gefühl für den Abstand nach links zu erhalten, war schnell klar: alles easy und generell gilt in Dublin City "nix scheiß´n".
Unser erstes Ziel, County Galway, ansteuernd, war ich ziemlich überrascht über die Qualität der Hauptstraßen Irlands. Für einige Kilometer gab es sogar eine Autobahn. Dank hierbei an die EU, die ja in Irland so gut wie alle Infrastrukturprojekte finanziert hat und auch noch weiterhin tut. In diesem Zusammenhang fällt mir gerade wieder eine Schlagzeile auf orf.at ein: "Österreich erhält weniger Geld von EU zurück". Da mir vorkommt, diese Schlagzeile im Halbjahresrythmus zu lesen, frage ich mich ob Österreich überhaupt irgendwas finanziert bekommt. Naja, eh egal, ich bin ja zur Zeit in Irland und da wird wirklich wie wild gebaut. Aber fair-play zu den Iren: Sie weisen ständig darauf hin, dass dieses Projekt von der EU subfinanziert wurde.
Galway nur passierend, fuhren wir entlang der nördlichen Küstenstraße der Galway Bay weiter gen Westen. In Spiddal machten wir mal länger halt um zum Meer zu gehen und Atlantikluft zu schnuppern.

Danach gings, immer der Küstenstraße entlang, weiter, frei nach dem Motto: "Der Weg ist das Ziel". Die Gegend westlich von Galway wird auch Connemara genannt und zählt zu den schönsten Gegenden Irlands. Schöne grüne Wiesen wechseln sich hier im Kilometerrythmus mit kargen, von Steinen übersäten Regionen ab. Der Grund, warum manche Gegenden nur aus Steinen bestehen, ist Folgender: Vor tausenden von Jahren war Irland noch von Pinien und Eschen übersät. Durch die Rodung der Bäume und die danach anschließende extensive Nutzung als Weideflächen der ersten Besiedler, erotierte der Torf, bedingt durch die hier zeitweise sehr unwirtlichen Wetterbedingungen, und übrig blieben nur mehr Steine. Auch ist bzw. war diese Gegend für die Gewinnung von Torf bekannt. Mir ist bis jetzt allerdings noch nicht klar für was man Torf braucht, außer natürlich für die Blumenkisten.
Ich in einer, dieser Steinwüsten, vor unserem "blauen Flitzer" (übrigens ein Chevrolet):

In Connemara wird auch vorwiegend noch Irisch gesprochen und alle Straßenschilder sind in erster Linie auch in Irisch gehalten. Mit der Zeit wurde es auch immer schwieriger den richtigen Weg zu finden, da wir uns nicht mehr auf der Hauptstraße befanden und die Beschilderung hier den üblichen ruralen Sitten entspricht. Man sieht ein Schild: Glinsk 5km, nur um nach 5 km in einer Stadt zu sein, die nicht Glinsk heißt, und dort an einer 5-armigen Kreuzung endet, an der das Schild mit der Aufschrift: Glinsk 19 km, am Boden liegt.
Ein wenig planlos umherkurvend, waren wir auf einmal direkt am Meer nicht unweit von Slyne Head.

Typisch für diese Gegend sind die unzähligen Steinmauern, die jedes kleine Grundstück umschließen.

Nachdem wir wieder ein wenig Meerluft geschnuppert und wegen des strengen Windes gefroren haben, versuchten wir wieder eine Straße zu finden, die uns zu unseren ersten Checkpoint bringen sollte. Clifden, hieß dieser erste Checkpoint und ist mit seinen rund 2000 Einwohnern so etwas wie die Hauptstadt von Connemara. Es ist ein kleines, nettes Städtchen, am Ende der Clifdon Bay gelegen.


Im Norden und Nordosten sind bereits die "Berge" und eher öd aussehenden, dennoch beeindruckenden Täler Connemaras zu sehen und im Süden bzw. Südwesten eine sehr schöne Gegend mit grünen Feldern und tollen Aussichtspunkten.
Bekannt wurde Clifden, als die beiden Flugpioniere John Alcock und Arthur Brown nach ihrem historischen ersten Transatlantikflug im Jahre 1919 rund 6 km südlich von Clifden in einem Sumpf landeten. Dieser erste Flug über den Atlantik startete in Neufundland, Kanada, und endete eben 2000 km später hier in Clifden. Unvorstellbar für die heutige Zeit, dass einer der Beiden 4 mal während des Fluges auf die Tragflächen klettern musste um die Motoren zu enteisen. Verrückte Kerle waren sie ja schon. So ein Abenteurer bin ich zugegebenermaßen ja doch nicht. Wie schon erwähnt bevorzuge ich es, mich in einem Nobelhotel bedienen zu lassen! ;-)
In Clifden angekommen buchten wir uns gleich im ersten B&B an der Hauptstraße ein, das zugleich so was wie ein B&B, Restaurant und Pub in einem war. Im James Joyce Zimmer einquartiert, gingen wir gleich mal auf ein Pint Guinness ins inkludierte Pub. Der wirklich sehr nette Kellner (seither von uns Mr. Clifden genannt), servierte uns die Pints mit einem, in den Schaum geritzten, S für Slainte! Volle witzig. Da wir außerhalb der Saison reisten, waren wir so gut wie die einzigen Touris in der Stadt. Er wollte gleich mal wissen wo wir her waren und was wir so gesehen haben. Erzählte uns dann von all seinen Reisen, seinem Sohn, etc. War wirklich sehr nett.
Nach einem kleinen nächtlichen Stadtspaziergang und Einkehr in ein hiesiges Pub, gings dann früh zu Bett, da das Autofahren doch ein wenig müde machte. Außerdem war die Vorfreude auf das erse typische Irish-Breakfast bei mir schon ziemlich groß!
Gestärkt durch Spiegelei, Speck und Würstel ( Käse und Tomaten für Masochisten) gings am nächsten Morgen, nach Empfehlungen unseres Mr. Clifden, zunächst entlang der Clifden Sky-Road,

weiter in Richtung Letterfrack und zum Connemara National Park. Rund 2000 Hektar groß, inkludiert der Park ein paar Gipfel der Gebirgskette Twelve Bens, einen davon, den Benbaun (~450 m, o.k. Seth, ich weiß für dich hört sich das jetzt lächerlich an, aber für uns hat es schon gereicht) nahmen wir dann auch, nach einer minder interessanten Audio-Visual Tour über den Park, in Angriff.

Überhaupt ist es bemerkenswert wie viel Wert der hiesige Tourismus auf Audio-Visual Tours legt. So gut wie überall kann man solche antreffen. Es war auf alle Fälle eine sehr nette Wanderung auf den Gipfel, von den man dann auch eine tolle Rundumaussicht hatte.


Nach einer Stärkung im Parkcafe fuhren wir dann weiter in Richtung Osten, nach Leenane. Die Straßen führen dort durchs Gebirge und rundherum nur Steine, Steine und Steine und mancherorts auch durch torfiges Gebiet, in dem noch immer abgebaut wird. In Leenane angekommen mussten wir allerdings feststellen, dass die weitere geplante Route nicht befahrbar ist, da die Straße gerade erneuert wird. Somit gings den Weg nach Letterfrack wieder zurück und von dort weiter Richtung Süden um unserem nächsten Ziel, den Burren, näher zu kommen. Natürlich begegnen einem auf den Straßen auch alle paar Kilometer Schafe. Was in Australien die Känguruhs sind, sind hier die Schafe. Imposant mit welcher Ruhe sie sich auf der Straße bewegen, obwohl die Einheimischen mit rund 100 km/h durch die Gegend brettern. Dies auf Straßen die mir mit 70 km/h schon schwer befahrbar erschienen.

Schlussendlich wieder auf die Hauptstraße nach Galway zurückgefunden, fuhren wir diesmal via Maam Cross, wo wir uns auf einem Parkplatz den Wanst voll schlugen, entlang des Sees Lough Corrib durch das Hinterland des Countys Galway. Wieder fuhren wir nur an Galway vorbei, ich werde ja das Osterwochenende in Galway verbringen, um unseren 2. Checkpoint, Ballyvaughan (keine Ahnung wie man das richtig ausspricht) zu erreichen. Die Galway Bay diesmal zu unserer rechten Seite, fuhren wir begleitet von einem heftigen Gewitter, das die Straßen in Seen verwandelte, unserem zweiten Quartier entgegen. Ballyvaughan, auch ein kleines 2500 Einwohnerstädtchen, liegt am nördlichen Ende der Kalksteinhügel der Burren, direkt an der Galway Bay.
Die Burren sind das größte Kalkstein- oder auch Karstgebiet der britischen Inseln und somit auch mit Fels und Stein zugepflastert. Habe ich noch in Connemara gedacht, was soll man mit Feldern mit so vielen Steinen anfangen, so ist die Gegend hier schier unfassbar. Nur an einigen höher gelegenen Stellen ist der Kalkstein von Erde bedeckt, ansonsten nur blanker Fels. Aber die Stellen, die von Erde bedeckt sind haben einen sehr großen Nährstoffgehalt und bedingt durch das hier vorherrschende Antlantikklima befinden sich hier allerlei Arten von Pflanzen. Sogar Orchideen sollen hier wachsen. Ich habe allerdings keine gesehen.
Uns wieder ein B&B direkt am Hauptplatz aussuchend (wiederrum mit Pub im Erdgeschoß), war allerdings erstmal entspannen angesagt. Die Autofahrerei und Wanderei den ganzen lieben Tag lang war doch ein wenig anstrengend. Entschied mich diesen Abend, trotz der Verlockung an einem traditionellen Irish dance (Ceili in irisch) teilzunehmen lieber für die Badewanne, mit einem Guinness natürlich!
Jeder Tag ohne Guinness soll ja ein verschwendeter Tag sein! ;-)
Am nächsten Tag, wiederrum nach einem Full-irish-breakfast, gings ins Zentrum der Burren, um einige altertümliche Relikte zu bewundern. Da wäre zum Beispiel der Poulnabrone Dolmen.
Ebenso wie der Dolmen in Carlow wurde er vor rund 4000 bis 5000 Jahren als Begräbnisstätte gebaut. Angeblich soll er der meistfotografierte Dolmen Irlands sein, obwohl um einiges kleiner als der Dolmen in Carlow. Allerdings ist er durch seine fragile Erscheinungsform um einiges interessanter. Da haben die alten Kelten sicherlich eine Zeit lang experimentiert, bis sie herausgefunden haben, in wieweit sie die Dicke des Decksteins reduzieren können, ohne dass der Stein bricht. So wie der Boden rund um den Dolmen aussieht, sieht es hier übrigens fast überall aus.

Leider hat uns an diesem Tag das Wetter ziemlich im Stich gelassen oder sagen wir besser so: An diesem Tag hat typisch irisches Wetter geherrscht. Das heißt Regenjacke ist immer zu tragen, auch wenn für ein paar Sekunden vielleicht mal die Sonne rausblitzt.
Ich wollte dann noch unbedingt ein altes Ringfort anschauen. Haben es aber leider nie gefunden. In typisch irischer Weise ist im Hinterland alles screwed up. Nach rund 1 1/2 Stunden verzweifelter Suche gaben wir schlussendlich auf und fuhren westwärts zur Atlantikküste.
Auf dem Weg dorthin passierten wir das alte Leamanegh Castle. Der Zutritt war allerdings nicht erlaubt, so bleibt dieses Relikt früherer Zeiten fest in der Hand all der Vögel, die es bevölkern.

Bevor wir den Cliffs of Moher einen Besuch abstatteten, fuhren wir noch in das kleine Dörfchen Doolin, direkt am Atlantik gelegen. Bekannt ist diese Stadt für ihre gigantischen Unterwasserhöhlen "Green Holes of Doolin", die von erfahrenen Höhlentauchern auch besucht werden können. Nach einem kleinen Spaziergang zum Hafen, fuhren wir dann zu den Cliffs of Moher, die wir vom Dooliner Hafen aus schon in einiger Entfernung sehen konnten.


Die Cliffs of Moher, bis zu 203 Meter hoch, fallen senkrecht zum Atlantik hin ab und an einem schönen Tag soll die Aussicht hier einfach gigantisch sein. Naja, kann schon sein. Da zur Zeit gerade auf Hochdruck an einem neuen Besucherzentrum gebaut wird, ist der Zugang zu den "Aussichtsplattformen", versperrt gewesen. Früher konnte man sich nämlich auf den Boden legen (Boden legen deswegen, damit einen der Wind nicht über die Klippen weht), und bis zur Kante nach vor kriechen und die 200 Meter in die Tiefe schauen. Wir mussten uns also darauf beschränken, an den zugänglichen Kanten so weit wie möglich nach vorne zu gehen und in die Umgebung zu starren. Überhaupt war dieser Ort von Touristen total zugepflastert. Ist halt einer DER Sehenswürdigkeiten Irlands. Ich würde empfehlen erst 2007 wieder hierherzukommen, dann sollte nämlich das Besucherzentrum fertig sein und die Klippen sind dann hoffentlich wieder voll zugänglich.
Um mir selber über die kleine Enttäuschung hinwegzuhelfen, kaufte ich mir im dortigen Souvenirshop eine CD mit den besten Bands Irlands, um auf der weiteren Autofahrt endlich auch mal Musik hören zu können. Denn das irische Radio ist den ganzen Tag nur von Phone-Ins geprägt. Die ganze Zeit wird nur über irgendein Problem oder irgendein Wehwechen von Irgendjemanden getratscht. Dazwischen gibt es Nachrichten und neueste Fußballmeldungen. Nach 2 Tagen Autofahrt wirklich schon nicht mehr auszuhalten. Zum Sound von den Stiff Little Fingers, Sinead O`Connor, U2, The Chieftains, The Cranberries, etc. gings dann via Ennis und Limerick weiter in das County Kerry.
Zuerst, der südlichen Küste des Shannon Rivers entlang gen Westen, erreichten wir später Listowel im Landesinneren und schlussendlich unseren 3. Checkpoint Tralee am nordöstlichen Ende der Dingle Peninsula.
Tralee, eine doch für irische Verhältnisse recht große Stadt, ~22000 Einwohner, ist eine sehr irische Stadt. Das Stadtbild ist recht schön und es herrscht eine richtig irische Atmosphäre. Wieder fanden wir ein B&B (diesmal allerdings in einem ein wenig desolaten Zustand) im Stadtzentrum und wieder über einem feinen Pub, in dem es am Abend dann auch Live Musik zu hören gab. In diesem konsumierten wir, nach einem typisch irischen Essen, Chicken Szechuan ;-) , auch noch ein feines Pint Guinness.
Am nächsten Morgen, erraten, wieder nach einem ordentlich deftigen Frühstück, diesmal sogar mit Black Pudding (eine Art von Blutwurst und was sonst noch so alles an Abfall anfällt), den ich aber nach einem Versuch doch lieber übrig ließ, gings weiter nach Dingle.
Zuerst der Nordküste der Dingle Halbinsel entlang, fuhren wir über den Connor Pass, der auf einer Höhe von ~800 Metern liegt. Wie schon tags zuvor, war auch heute das Wetter nicht für gigantische Aussichten geeignet. Um genau zu sein hat es den Großteil des Vormittags nur geregnet. So kamen wir zwar in den Genuss über eine sehr, sehr, sehr enge Passstraße zu fahren aber an eine tolle Aussicht war in den Wolken nicht zu denken.
Gegen Mittag erreichten wir dann Dingle, im Südwesten der Dingle Peninsula gelegen.

In Dingle machten wir dann einen kleinen Hafenspaziergang und natürlich muss hier auch die Geschichte des Delphins Fungie erzählt werden.

1984 tauchte zum ersten Mal dieser Delphin vor der Küste Dingles auf und spielte mit den dort arbeitenden Fischern. Er sprang sogar über kleinere Boote. Schon rasch wurde er irlandweit bekannt und mittlerweile ist er auch die Touristenattraktion schlechthin. Man kann nämlich organisierte Bootstouren unternehmen und mit ziemlicher Sicherheit wird dieser Delphin dann auch auftauchen. Legenden erzählen, dass niemand der Fischer auf die Idee kam organisierte Bootstouren zu veranstalten, bis ein Ami einem Fischer Geld anbot um ihm den Delphin zu zeigen....
Ich denke mir, dass dies ein sehr einsamer Delphin sein muss, denn normalerweise leben sie doch in Rudeln aber der hier wurde immer nur allein gesehen. Niemand weiß warum sich dieser hierher verirrte. Gott steh Dingle bei, wenn der Delphin beschließt weiterzuschwimmen oder stirbt. Dann muss das dortige Tourismusbüro schnell einen Ersatz suchen, der diese blöden Spiele auch mitmachen will.
Anyway: was braucht man um Touristen ins Land zu locken? Schöne Landschaft, historische Gebäude, besondere Kultur oder halt einfach einen verdammten Delphin. Obwohl zugegeben: Irland kann die 3 vorher erwähnten Dinge auch bieten.
Da wir das Auto um 18.00 Uhr zurückgeben mussten, wurde es für uns Zeit, sich auf den Rückweg nach Dublin zu begeben. Aufgrund des sehr regnerischen Wetters sahen wir auf dem Rückweg unzählige schöne Regenbögen, die sich quer durch die Landschaft spannten.
Nach 1300 Kilometern in 4 Tagen durch den Westen Irlands erreichten wir so gegen 16.00 Uhr Dublin, nur um für weitere 3 Kilometer 2 Stunden in einem Stau zu stehen. Dabei kam mir der Spruch vom Knoflacher in den Sinn:
Ich stehe nicht im Stau, sondern ich bin der Stau! Schon komisch an was man sich in den unmöglichsten Situationen erinnert. Na auf alle Fälle wurde uns klar, dass wir es nicht rechtzeitig zurück schaffen werden und so telefonierte ich mit dem car rental um nachzufragen, bis wann ich das Auto spätestens zurückgeben kann.
Gnädigerweise gestatteten sie uns 15 Minuten. Mittlerweile dem Stau entronnen, versuchte ich mit meinen Dublinkenntnissen zu überlegen, welcher wohl der schnellste Weg sein könnte. Auf der, zugegebenermaßen rasanten Fahrt durch Dublin wurde Sophie und mir auch klar was U2 mit dem Song: "Where the streets have no name" meinten - Dublin!
Wenn man nämlich versucht, sich mit einer Straßenkarte zurechtzufinden und nebenbei noch jedes Tempolimit überschreitet, ist es fast unmöglich irgendeinen Straßennamen zu erkennen, da fast keine Staßenschilder aufgestellt sind. Auf alle Fälle sind wir dann so gegen 20 nach 6 im wahrsten Sinne des Wortes zum Autoverleih hingekracht und seitdem habe ich mich selber zum verkehrsgeprüften Linksfahrer ernannt.
Froh, den Bus zurück zum Campus nehmen zu können war am Abend dann relaxen, mit einem Guinness ;-), angesagt.
Samstags besuchten wir zuerst Dun Laoghaire im Süden Dublins und spazierten dort auf einem der Pier. Als wir ganz draußen waren, erreichte gerade eine Fähre von Holyhead, in Wales, den Hafen.

Da auf den Piers immer Leute sitzen und aufs Meer starren, kamen wir dazu beobachten zu können, wie eine Frau durch die vom Schiff verursachten Wellen klatschnass wurde. Mit Glück konnte sie verhindern, dass ihre Handtasche im Meer verschwand. Da konnte man wieder sehen, welche Gewalt hinter Wassermassen steckt. Da sie es zum Glück mit Humor nahm, war die ganze Sache nicht allzu ernst.
Am Abend trafen wir uns mit Mickael, einem Franzosen und Hobbyrugbyspieler, der leider Dublin mittlerweile schon verlassen hat, um mit ihm und ein paar seiner Freunde, Rugby, im heiligen und für die Iren sehr wichtigen Stadion Landsdowne Road, zu schauen. Das Stadion soll im September einem Neubau weichen.

Es war sowas wie ein Champions League Viertelfinale im Fussball. Munster Rugby, ein Rugby Team aus dem Südwesten Irlands gegen Perpignan, ein Team aus Südfrankreich. Da war schon eine super Atmosphäre im Stadion. Nur leider wurden wir beim Betreten von Mickael und seiner Gruppe getrennt, somit hatte ich wieder Keinen, der mir alle Regeln ausführlich erklären konnte. Da es, typisch irisch, alle Heiligenzeiten einmal einen Regenschauer gab, konnten wir einen Regenbogen sehen, dessen ein Ende im Stadion war - volle geil!

Tja, schlussendlich gewannen die Iren und die Franzosen hatten in der 2. Halbzeit nicht wirklich eine Chance. Es war auf alle Fälle ein tolles Spiel mit etlichen Raufereien und Ausschlüssen. Ein wahnsinn war aber vor allem, dass bei einem Penaltykick nahezu das ganze Stadion mucksmäusestill ist. Irgendwie unheimlich, aber ein irrsinniges Erlebnis.
Hier das irische Team:

Somit ging auch der Besuch von Sophie zu Ende, da sie am nächsten Morgen einen sehr frühen Flug (7.30 Uhr) nehmen musste. Ich werde Dublin am 31. Mai übrigens auch um diese Zeit verlassen. Gesehen haben wir in diesen 10 Tagen wirklich eine Menge und wir hatten wirklich eine tolle Zeit zusammen.
Dennoch freue ich mich jetzt schon auf den nächsten Ausflug nach Galway mit Andi+Claudia (C&A) am kommenden Wochenende.
Somit möchte ich den längsten Bericht, den ich jemals geschrieben habe (weiß nicht ob eine Deutschschularbeit von mir jemals so lange war, sicherlich aber mit weniger Fehlern) auch zu Ende bringen und ich werde definitiv nie mehr wieder so viel schreiben!
slainte, Luggi
churchi - 10. Apr, 15:49