Andis visit

Freitag, 10. März 2006

Eine Woche mit Andi! 1. bis 8. März 2006

Tja, wieder wohl geneßen (schreibt man wahrscheinlich anders) und nicht wirklich motiviert um mich mit soil mechanics zu befassen wirds Zeit Andis Besuch in der letzten Woche in Worte zu fassen!

Mittwoch Abend:
Es begann schon turbulent am Flughafen: Eigentlich wäre ja geplant gewesen, dass Andi von Markus begleitet wird, allerdings erschien am Dublin airport nur Andi, da der Markus kurzfristig aus gesundheitlichen Gründen absagen musste! Für alle Anderen, die vor haben 130€ für ein Flugticket in den Sand zu setzen, möchte ich hier mal meine Kontonummer bekanntgeben:
00000abc0000000; 60000 P.S.K. ! ;-)

Anyway: da ich am Montag ja wieder eine Vorlesung besuchen musste beschlossen wir gleich am ersten Tag, einen kurzen 3-Tages Trip in den Westen Irlands zu machen. Nach Rücksprache mit meinem Wohnungskollegen Barry entschieden wir uns für Killarney.

Donnerstag:
Also, Donnerstag morgens, machten wir uns mehr schlecht als recht (Andi von einer heftigen Erkältung geplagt und ich verkatert) aufn Weg zum Bus-Terminal. Wer erratet was uns da passierte? Ja genau, wir versäumten den geplanten Bus! Ich finde das mittlerweile gar nicht mehr seltsam. War allerdings halb so schlimm, denn am Morgen fährt jede Stunde einer und so konnten wir nochmal frühstücken gehen.
Auf dem Weg nach Killarney ist in Limerick ein planmäßiger Buswechsel vorgesehen, so kamen wir auch noch dazu, diese Stadt in den 2 Stunden zu besuchen. Viel gibts ja da nicht zu sehen. Die Stadt liegt am Shannon und hat eine alte Burg zu bieten.

Killarney_1

Aja, und einen Clocktower gibt es natürlich auch dort:

Limerick_2

Auf unserem Streifzug durch die Stadt passierten wir einen Mann in mittleren Jahren, der es sich unter einer Brücke mit ein paar Dosen Bier gemütlich (soweit das bei den damaligen Temperaturen überhaupt möglich ist) gemacht hat. Überraschenderweise bot er UNS ein Bier an! Sowas kommt ja nun wirklich nie vor. Wir lehnten allerdings dankenderweise ab, Andi sowieso nicht fit und mittlerweile bekam auch ich das Gefühl eine Erkältung rumzuschleppen.
Nach einem kleinen Stadtrundgang machten wir uns wieder auf den Weg zum Busterminal. Dort angekommen konnten wir dann noch sehen wie unser Bus an uns vorbeifuhr! Tja, was soll man da noch sagen? Vielleicht mache ich es mir doch irgendwann zur Gewohnheit 15 Minuten VOR Abfahrt am Terminal anzukommen. Naja, weitere 2 Stunden in dieser Stadt. Da half nichts, es wurde Zeit fürs erste Guinness!

Schlussendlich, nach ~10 Stunden Reise für 200 km erreichten wir Killarney in den Abendstunden und bezogen um 14 € Quartier in dem wohl schönsten Youth Hostel der Welt. Der Name unseres Zimmer war auch sehr treffend:

Killarney_2

So elendig und reudig (Gruß an Freudi an dieser Stelle, auch wenn er wohl nie diesen Text lesen wird)- sehr passend für uns. Am Abend besuchten wir, nach einem Fish´n´Chips-Imbiss, eine kleine, feine Kneipe mit durchwegs älteren Leuten, die um nicht zu wenig Geld irgendeine Art von Poker spielten. Lustig zum Anschauen wars allemal.

Freitag:
Freitags gings dann los um einen der umliegenden Berge zu besteigen, was wir allerdings nie erreichten, da der Weg zu den Bergen schon elendig weit war und wir uns auch noch sinnlos durch Gebüsch und Gestrüpp schlugen. So begnügten wir uns mit einem rund 20 km "Spaziergang" rund um einen der 3 dortigen Seen. Die Landschaft war aber wirklich wunderschön und vor Allem: Das Wetter, obwohl bitterkalt!

Killarney_3

Killarney_4 Killarney_5 Killarney_6

Am abend fußmarod im Quartier angelangt, nun beide krank (ich allerdings nur einen scheuslichen Schnupfen und ein wenig Kopfweh), beschlossen wir, uns mit Jameson´ Whiskey gesund zu pflegen und über unseren Plan für den Samstag nachzudenken. 2 kleinere Flaschen später, wussten wir, dass wir die Cliff´s of Moher und heute noch eine Kneipe besuchen wollen.........

Samstag:
...........hatten es dann am nächsten Tag natürlich nicht all zu eilig mit dem Aufstehen. Verschliefen gleich mal einen Bus. ;-)
Auf der Busfahrt kam es dann krankheitsbedingt zu unvorhersehbaren Komplikationen, die uns dazu bewogen, unseren Plan mit den Cliff´s of Moher nochmal zu überdenken.
Andi, diese Busfahrt wird wohl wieder etwas mehr sein, dass wir in unserem ganzen Leben nie vergessen werden, oder?
Tja, nach einem Besuch in einer Apotheke beschlossen wir nach Dublin zurückzukehren um uns dort die Chemiekeule und die heilenden Essenzen des Zirbinga´s (Danke Max! De Flosch is gestan laar gwordn!) zu Gemüte zu führen.

Flu_2

Flu_1
Nein! Auch wenns niemand glaubt, er ist nicht betrunken!!!!

Sonntag:
Nach unzähligen Stunden schlaf, Rebecca wär wohl froh wenn der Andi in Wien mal so lang im Bett liegen bleiben würde, machten wir eine erste kleine sightseeingtour durch Dublin.

Dublin-City_9
Das Parlament, zufälligerweise war das Tor gerade offen.

Dublin-City_10
Wir vor der Oscar Wilde Statue in Dublin.

Möchte an dieser Stelle ein paar Zitate von Ihm wiedergeben:


Ah! don't say that you agree with me. When people agree with me I always feel that I must be wrong.

All women become like their mothers; that is their tragedy. No man does; that is his.

Between men and women there is no friendship possible. There is passion, enmity, worship, love, but no friendship.

I can resist everything except temptation.

One should never give a woman anything she can't wear in the evening.

Women are meant to be loved, not to be understood.

I don't think there is a woman in the world who would not be a little flattered if one made love to her. It is that which makes women so irresistibly adorable.


Von Ihm gibt es noch jedemenge mehr sehr, sehr weiser Sprüche, aber das würde wohl den Rahmen hier total sprengen. Ich schreibe ja eh schon mehr als zu viel!

Also zurück zum Thema: Am Nachmittag konnten wir dann ein live Konzert der Band Kila sehen. Kennt die in Österreich eigentlich ausser mir noch jemand? Bob Geldof, der Organisator von Live-Aid hielt dann noch eine Ansprache, die sich einige Leute im strömenden Regen anhörten. Wir waren schon unter Dach bei einem Guinness. Danach mit ein paar Freunden gemütlich getratscht bevor es am Abend dann in DIE Temple bar ging.

Montag:
Montags war dann ein Ausflug zur peninsula Howth angesagt.

Howth_11

Ihr kennt sie ja eh schon aus einem vorhergehenden Bericht. Am Abend wieder klassisch in ein Pub. Sahen dabei das Fußballspiel Wigan vs. Manchester Utd in dem Paul Scharner für Wigan auch das einzige Tor schoss. War lustig: in Österreich kriegt man mittlerweile von dem Typen nichts mehr mit und hier im Pub kann man ihm zuschauen, wie er gegen ManU ein Tor schießt und in guter alter Manier Karten kassiert.

Dienstag:
Andis vorletzter Tag, somit stand Dublin Hardcore-sightseeing aufm Programm. Als erstes gings zum Dubln Castle, eigentlich eine Frechheit dies als Castle zu bezeichnen. Das einzig witzige dabei ist, die Figur der Göttin der Gerechtigkeit mit den 2 Waagschalen.

Dublin-City_11

Dazu gibt es nämlich 2 Dinge zu erzählen:
  • Die 2 Waagschalen sollen symbolisieren, wie gerecht die Engländer zu den Iren sind. Das Problem war allerdings, dass anfangs die Waagschalen kein Loch hatten. Da es in Irland aber sehr oft regnet und sich somit die Waagschalen mit Wasser füllten (allerdings nie gleichmäßig) waren sie immer seitlastig! Tja, jetzt sind Löcher drin
  • Die Statue zeigt ihre Front dem Schlossplatz und somit allen Leuten, die darin sind. Dies waren aber immer die Engländer. Die Iren bekamen nur den Rücken zu sehen. Aber wie heissts? Auch ein schöner Rücken kann entzücken!
Weiter gings dann zur Jameson Distillerie. Auf dem Weg dorthin konnten wir den normalen Alltag in Dublin sehen: Bierfässer wechseln:

Dublin-City_12

Seit letzten Dienstag bin ich übrigens ein certified Irish Whiskey taster! Habe jetzt eine Urkunde an der Wand hängen. Während jeder Führung werden nämlich 4 Freiwillige ausgewählt, die dann jedemenge verschiedene Sorten von Whiskey probieren/trinken dürfen.

Da es allerdings erst mittag war und ich schon ein wenig tipsy war, gings zum 2. Mal zum Fish´n´Chips essen. Aber auch das 2. Mal war grausam. Habe somit für mich beschlossen nie mehr wieder diesen englischen Fraß anzurühren. Die Engländer sind überhaupt Kostbanausen. Unvorstellbar, regierten die halbe Welt und haben es nicht geschafft von den diversen Kolonien, die besten Rezepte mitzunehmen und sie in Ihre Kost zu integrieren. Naja, als in Irland Ansässiger darf man ja sowieso keine gute Meinung über die Engländer haben.

Danach gings in die Guinness Brauerei. War schon mein 2. Besuch, aber immer wieder gefällt es mir dort. Vor allem das Sitzen in der gravity bar, Guinness in der Hand und über Dublin blicken.

Guinness_1

Am Abend, dann wieder in ein Pub um Freunde von Andi, die er letzten Winter im Snowboarden unterrichtete, zu treffen und der Absturz am letzten Abend war perfekt!
Andi zu später Stund und nachdem er sich eines Souvenirs souverän entledigt hatte:

Dublin-City_14

Mittwoch:
Habe mir aus sauftechnischen Gründen die ersten beiden Vorlesungen in der Früh geschenkt, was mir am Nachmittag gleich die Frage des Professors einbrachte: "Wo ich denn in der Früh war - ob mein Sozialleben hier zuuu gut ist?" Naja, er hats dann schon verstanden, dass man einen Freund gebürig verabschieden muss.
Mit Andi gings zu Mittag noch in ein bekanntes Fast-Food-Restaurant. Bin ja gespannt ob er diese schlechte Angewohnheit "I hob jezand an Gusta auf an Burger!" auch in Wien noch beibehält! ;-)
Dann wars schon soweit: In traditionellen irischen Wetter (strömender Regen), das diese Woche ansonsten unglaublich schön war, nahmen wir Abschied bis Juni. Wenns dann wieder heißt in Wien auf ein Bier zu gehen.

Alles in Allem war es eine sehr lustige, aufregende, ereignisreiche und vor allem erfahrungsreiche Woche für mich. Hatte wie immer mit Andi jedemenge Spaß, viel gelernt und auch noch Zeit zumindest die wichtigste Vorlesung zu besuchen! ;-)
Hoffe er siehts auch so.

Für mich heißts jetzt Schluss machen, denn soil mechnaics lernt sich leider nun doch nicht von selbst!

Slainte!

Irland

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